Nov 272011
 

Einleitung

Ich habe mir mal wieder ein neues Spielzeug zugelegt. Es handelt sich dabei um eine Xtreamer Ultra Mediaplayer. Das schöne daran ist, dass er einen netten Atom D525 Prozessor und eine Nvidia-Grafikkarte beherbergt. Mit dieser Ausstattung kann man auf dem Gerät eigentlich jedes Betriebssystem installieren, das einem vorschwebt.

Mitgeliefert wird UltraOS, das auf Ubuntu basiert. Nachdem das ganze aber als reiner Mediaplayer dienen soll war mir diese Ausstattung “zu mächtig” und der boot dauerte mir zu lange. Es musste also etwas schnelleres her. Das bereits darauf laufende XBMC schien mir schick zu sein, musste nur noch ein schlankes Wirtssystem her. Meine Wahl fiel dann auf OpenELEC.tv, da es ein schlankes schnell startendes System verspricht. Dieses Versprechen wurde auch bei einem ersten Test von USB-Stick gehalten. Außerdem gibt es fertige Builds für die Ultra. Jetzt wollte ich allerdings auch noch den USB-Stick loswerden und von meinem ohnehin laufenden Server per PXE und TFTP booten.

Es hat mich einiges an Mühen gekostet, bis das ganze lief. Und um anderen diese Mühe zu ersparen, hier eine kleine aber hoffentlich feine Anleitung für euch.

Vorbereitungen

Zunächst solltet ihr euch OpenELEC herunterladen. Leider bieten die vorkompelierten Versionen keine Unterstützung für PXE und NFS/NBD auf der Xtreamer Ultra. Ein Blick in das GitHub-Project offenbarte dann auch den Grund. Die notwendigen Parameter hierfür waren im Kernel deaktiviert. Also musste ich das ganze selbst übersetzen. Hätte ich vorher gewusst, dass sich das System dann auf knapp 12GB aufbläst (alle Sources und Kompilate) und das ganze mindestens 10Stunden im Compiler hängt, hätte ich statt dem Atom Prozessor doch meinen schnelleren Rechner genommen.Gut im Nachhinein ist man immer schlauer.

Um euch die Mühe zu ersparen könnt ihr meine Version von MediaFire herunterladen. Alles was ihr braucht befindet sich im Unterverzeichnis openelec/ultra/PXE_NFS. Ihr braucht die FAST*.kernel und FAST*.system (am besten in der aktuellsten verfügbaren Version).

Auf eurem Server benötigt ihr die Pakete isc-dhcp-server und tftpd-hpa. Außerdem sollte nfs-kernel-server und ggf. nbd-server vorhanden sein. Bei mir läuft das ganze auf einem Debian-System. Für andere Distributionen müssen ggf. die Konfigurationen angepasst werden.

Auf der nächsten Seite geht es darum wie der Server vorbereitet werden muss, damit die Xtreamer-Ultra später davon starten kann. Auf der letzten Seite geht es darum wie die Ultra-eingestellt werden muss. Standard-mäßig bootet die nämlich nicht per PXE.